Landwirtschaft

Meine langfristigen Ziele: eine giftfreie, extensive Bewirtschaftung unserer Flächen und mehr Tierwohl.

 

Gentechnisch veränderte Organismen haben auf bayerischen Feldern und auch sonst wo nichts zu suchen. Meine Vision für die Landwirtschaft ist die, dass sie GVO- und pestizid- und insektizidfrei ist, dass sie weniger auf Tierzucht setzt und mit intelligenten Pflanzenzüchtungen den Nahrungsbedarf der Weltbevölkerung decken kann, ohne dass die kleinen bäuerlichen Strukturen weiter verschwinden. Landwirtschaft muss an ihren Auswirkungen für die Umwelt gemessen werden. Bodenvernichtung, Trinkwasser mit zu viel Nitrat und das große Insektensterben sind in der Hauptsache durch die konventionelle Landwirtschaft verursacht. Das Tierwohl ist den wirtschaftlichen Gewinnmargen völlig untergeordnet.

Hier wird ein Umdenken immer dringender. Ein besonderes Augenmerk sollte auf die Forschung gelegt werden. Für Studien, die die ökologische Landwirtschaft betreffen, wird nur ein Bruchteil dessen ausgegeben, was für konventionelle Landwirtschaft bereitgestellt wird. Dabei wird es im Zuge des Klimawandels immer wichtiger, Saatgut ausbringen zu können, das seinen Ertrag auch unter den neuen Umweltbedingungen bringt.

Konventionelle Landwirte müssen in dem Prozess hin zu mehr Umweltverträglichkeit mehr mitgenommen werden. Hauptberufliche Bauern befinden sich in einer gnadenlosen Spirale von noch mehr Fläche, mit noch größeren Maschinen für noch mehr Tiere bewirtschaften zu müssen. Um aus dieser Spirale herauszukommen, braucht es Anreize: Anreize, um aus dem Boden nicht ständig das Maximale herausholen zu müssen, das Tierwohl mehr zu berücksichtigen und leichter auf ökologische Landwirtschaft umzustellen zu können.

Auch wenn die Landwirtschaftspolitik in der Hauptsache von der EU bestimmt wird, gibt es doch noch bayerische Stellschrauben. Die müssen wir anziehen: