Über mich

Von der Gemeinderätin zur Landtagskandidatin

Seit November 2017 betrete ich politisches Neuland. Meine politische Bühne war bis dahin über 15 Jahre die Kommunalpolitik, in meinem Heimatort Kaufering und im Landkreis Landsberg. Diesen Januar fand die Oberbayerische Aufstellungsversammlung für die Landtagswahl statt. Ich habe mich für Platz 9 beworben und bin auf Anhieb von den Delegierten auf 9 gewählt worden. Was für ein Erlebnis! Es fühlt sich immer noch gut an!

Der Antrieb für mein politisches Engagement sind meine Liebe zur Natur – zur Welt – und mein ausgeprägter Wille, diese zu teilen. Zudem bin ich sehr heimatverbunden. Als meine Heimat betrachte ich aber nicht nur meinen Wohn- und Geburtsort Kaufering, sondern unseren Lechrain, die Region am westlichen Rand von Oberbayern. Unser Dialekt, in dem sowohl oberbayerische als auch schwäbische Idiome zu finden sind, spricht Bände. Das Schönste bei uns ist der Lech, dieser ursprünglich wilde Gebirgsfluss, der trotz der vielen Staustufen immer noch wunderschön ist.

Geboren bin ich 1960 als jüngstes von vier Geschwistern in Kaufering. Hier ging ich zur Grundschule. Mein damaliger  Viertklasslehrer überredete meine Eltern,  mich aufs Gymnasium nach Landsberg zu schicken, obwohl die sich das eigentlich nicht leisten konnten. Dort war ich in der SMV aktiv, war Schulsprecherin und habe ich 1981 mein Abitur gemacht. Wir haben seinerzeit die ersten Projekttage und die erste Schülerfahrt unserer Schule zum KZ Dachau organisiert.

Schon während meiner Schüler- und Jugendzeit war ich sportlich viel unterwegs. Im Handball und in der Leichtathletik ging’s bis zu Deutschen Meisterschaften. Mein Berufsziel war bereits in der Grundschule Sportlehrerin zu werden. 1983 begann ich an der TU München mit dem Diplomstudiengang Sport, Schwerpunkt „Sport für Menschen mit Behinderung“. Für mich das perfekte Studienfach: ich konnte den hergebrachten Sport mit einer sozialen Komponente versehen: es ist der Sport der relativen Leistungen.

Meine sportliche Aktivität neben dem Studium fand mittlerweile ausschließlich auf der Mittel- und Landstrecke statt. Das Training war mitunter sehr umfangreich. 150 km in der Woche laufen waren keine Seltenheit. 1990 wurde ich Deutsche Vizehallenmeisterin über 3000m. Meine Vereine waren der VfL Kaufering, Schwaben Augsburg, VfL Waldkraiburg und zum Schluss die LAC Quelle Fürth. Seit 1989 bin ich beruflich als Sportlehrerin an verschiedenen Münchner Gymnasien tätig.

1999 zog ich mit meiner Familie nach 16 Jahren München zurück nach Kaufering in meinen Geburtsort/Geburtshaus. Als dort 2001 meine Haupttrainingsstrecke am Lech asphaltiert wurde, war das der Anlass, mich in die aktive Politik einzumischen.

2002 wurde ich als einzige Grüne in den Kauferinger Marktgemeinderat gewählt, 2008 waren wir dort schon zu dritt, seit 2014 sind wir dort fünf Grüne Räte. Bei der Bürgermeisterwahl 2012 erreichte ich als Grüne Frau ein achtbares 40%-Ergebnis. Seit 2014 bin ich 2.Bürgermeisterin, Kreisrätin und Verwaltungsrätin des Klinikums Landsberg.

Erholung von meinen vielen Aktivitäten finde ich immer noch am besten beim Sport. Ein Highlight ist für mich das wöchentliche Basketballspiel mit den „Alten Damen“ vom DJK Landsberg, auch wenn ich mit meinen 1,62cm nicht gerade die Größte bin. Daneben liebe ich das Mountainbiken und Laufen, oder einfach Spaziergänge mit unserem Border Colli „Colin“. Wenn ich die frische Luft in meinen Lungen spüre, dann geht es mir gut. Soll‘s weiter weg gehen, dann fast immer nach Bella Italia. Jedes Mal, wenn wir dieses wunderschöne Land genießen, ärgere ich mich, dass ich immer noch keinen Italienischkurs belegt habe.

Nach nun 16 Jahren in der Kommunalpolitik, während der ich in zahlreichen Ämtern bis hin zum Amt der 2. Bürgermeisterin alle Höhen und Tiefen miterlebt habe, liegt mir jetzt mit der Landtagskandidatur ein neues Feld vor Augen. Es bereitet mir bereits im Vorfeld des Wahlkampfes viel Freude, wieder profiliertere, grüne Positionen zu vertreten. Waren doch in den vergangenen Jahren vor allem meine Fähigkeiten zum Ausgleich und das Hintergrundarbeiten geschärft, so freue ich mich jetzt wieder meine Konfliktfreudigkeit auszupacken, mich mit all meiner kommunalpolitischen Erfahrung für die grüne Sache einzusetzen.

Diese 16 Jahre Kommunalpolitik sind mein Fundus. Ich kenne die Themen von der Aufstellung von Bebauungsplänen bis hin zu den Zonen eines Wasserschutzgebietes.

Meinen Auftrag in der Landespolitik sehe ich deshalb als Stimme für die Kommunen, als Stärkung für den ländlichen Raum. Ich will, dass wir in Bayern zu gleichen Lebensbedingungen in der Stadt und auf dem Land kommen.

Durch meinen beruflichen und privaten Lebenslauf bin ich mit dem Thema Bildung auf’s Engste verbunden. Bildung für alle in jedem Alter, das ist ein gesellschaftlicher Auftrag, den es immer wieder einzufordern gilt.

Die Lebensgrundlagen in Bayern durch eine vorrausschauende Politik zu sichern und zukunftsfähig zu gestalten, das wird unsere Aufgabe für die Zukunft sein. Eine entscheidende Rolle wird neben der Klimapolitik die Digitalisierung sein. Wann sie Fluch oder Segen sein wird, vor dieser Auseinandersetzung stehen wir im Moment. Die Digitalisierung wird unser Leben zukünftig in vielen Bereichen erleichtern, wir müssen aber genau darauf achten, wer dadurch welchen Vorteil um welchen Preis hat. In der Bildung muss mit der Digitalisierung besonders achtsam umgegangen werden. Das große Ziel muss sein, dass unsere Kinder und Jugendliche zu mündigen, selbstbestimmten Menschen werden, die auch hinter die Dinge blicken können. Damit können wir uns die Vorteile des technischen Fortschritt zu Nutze machen.

 

„Ich möchte nicht auf einem Planten leben, in der ganze Weltgegenden unbewohnbar werden. Und ich möchte auch nicht in einer Welt leben, in der mein Leben fremdbestimmt wird durch technische Systeme: indem ich von Algorithmen belohnt werde, wenn ich meine Rechnungen pünktlich bezahle, Sport betreibe und nicht zu schnell fahre. Auch will ich nicht von Algorithmen vom Zugang zu Krankenversicherungen, Krediten und sozialen Netzen ausgeschlossen werden. Ich will auch nicht in einer Welt leben, in der der Mensch vollkommen transparent ist, in der es kein Vergessen gibt. In einer solchen Welt gäbe es auch kein Verzeihen mehr und das wäre eine gnadenlose Welt.“

Prof. Dr. Ottmar Edenhofer ist Direktor des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC).

 

Modern – weltoffen – ökologisch – gerecht

 So sehe ich unser Bayern!

 

Mein Engagement

  • Kuratorin in der Europäischen Holocaustgedenkstätten Stiftung eV: Mitarbeit für eine würdige und fundierte Gedenkarbeit für das KZ Außenlager Kaufering
  • Seit 2017 eine der drei Grünen Sprecherinnen der Region 14
  • Verschiedene Aktionen im Landkreis Landsberg für eine gentechnikfreie Landwirtschaft
  • Aktives Mitglied in der BI gegen die zivile Nutzung des Militärflugplatz Lagerlechfeld
  • Seit 2007 Vorsitzende des Vereins „Von Hand zu Hand – Sri Lanka Hilfe Kaufering“
  • Gründungsmitglied des Waldkindergartens Kaufering
  • Mitglied in der GEW
  • Mitglied im Deutschen Sportlehrerverband Bayern
  • Mitglied im Behinderten- und Versehrtensportverein Landsberg
  • Mitglied Abt. Handball des TSV Landsberg, bei der DJK Landsberg und in der Abt. Fußball VfL Kaufering
  • Fan des 1.FC St.Pauli